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Hubspot vs pipedrive: welcher crm-ansatz sich für mittelständische b2b-unternehmen wirklich lohnt

Hubspot vs pipedrive: welcher crm-ansatz sich für mittelständische b2b-unternehmen wirklich lohnt

Hubspot vs pipedrive: welcher crm-ansatz sich für mittelständische b2b-unternehmen wirklich lohnt

Wahrscheinlich stehen Sie gerade vor genau dieser Frage: HubSpot oder Pipedrive – welches CRM passt besser zu einem mittelständischen B2B-Unternehmen? Auf dem Papier können beide Systeme „alles“. In der Praxis entscheidet sich der Erfolg aber selten an der Funktionsliste, sondern an ganz anderen Punkten: Implementierungstiefe, Akzeptanz im Vertrieb, Integrationsaufwand, tatsächlicher ROI.

In diesem Artikel gehe ich nicht Feature für Feature durch, sondern beleuchte die Frage aus der Perspektive eines mittelständischen B2B-Geschäftsführers oder Vertriebsleiters, der mit begrenzten Ressourcen maximale Wirkung erzielen will. Und ich zeige Ihnen anhand konkreter Beispiele, wann HubSpot Sinn ergibt, wann Pipedrive – und wann beide schlicht überdimensioniert oder falsch eingesetzt sind.

Worum es in Wirklichkeit geht: CRM als Vertriebs- und Marketingmotor

Die meisten CRM-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an der fehlenden Klarheit über das Ziel. Typische Aussagen in Projekten, die später scheitern:

Das sind Symptome, keine Ziele. Ein CRM-Projekt ist dann erfolgreich, wenn Sie vorab drei Dinge glasklar beantworten:

Mit dieser Brille schauen wir nun auf HubSpot und Pipedrive.

HubSpot vs. Pipedrive im Kurzporträt

HubSpot ist eine All-in-One-Plattform für Marketing, Sales, Service und CRM. Sie ist besonders stark, wenn:

Pipedrive ist ein Sales-first-CRM mit Fokus auf Pipeline-Management und Aktivitätssteuerung. Stark ist es, wenn:

Vereinfacht gesagt: HubSpot = integrierte Wachstumsplattform, Pipedrive = Vertriebsmaschine mit klarer Pipeline-Logik.

Funktionsumfang und Fokus: Wo liegen die praktischen Unterschiede?

Auf der Website sehen beide Systeme beeindruckend aus. Interessant ist, wie die Funktionen im Alltag eines B2B-Mittelständlers wirken.

HubSpot – Stärken in Marketing & Verzahnung

Pipedrive – Stärken in Sales & Einfachheit

Die Kernfrage lautet also: Brauchen Sie ein Marketing-getriebenes Wachstumssystem (HubSpot) oder ein schlankes, vertriebszentriertes CRM (Pipedrive)?

Implementierung & Benutzerakzeptanz: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

In der Praxis entscheidet die Komplexität der Implementierung oft darüber, ob ein CRM-Projekt fliegt oder abstürzt.

HubSpot in der Praxis

Mini-Fallbeispiel: Ein technischer B2B-Dienstleister (35 MA) führte HubSpot primär „weil wir auch Marketing Automation wollten“ ein. Ohne klare Content-Strategie und ohne Ressourcen im Marketing blieben 80 % der Marketing-Funktionen ungenutzt. Nach 18 Monaten wurde der Vertrag downgraded und HubSpot fast nur noch als CRM genutzt – überdimensioniert und frustrierend.

Pipedrive in der Praxis

Mini-Fallbeispiel: Ein Maschinenbauer (60 MA) mit 8 Außendienstlern wechselte von Excel zu Pipedrive. Der Fokus lag auf Pipeline-Transparenz und Forecast-Qualität. Nach 3 Monaten waren alle Angebote im System, die Abschlussquote konnte erstmals verlässlich gemessen werden, und die Vertriebsleitung steuerte aktiv über Aktivitäten und Phasen. Marketing blieb zunächst getrennt, was aber akzeptiert wurde, da Vertrieb der Engpass war.

Kosten & ROI: Was lohnt sich wirklich für den Mittelstand?

Die Lizenzkosten sind nur die Spitze des Eisbergs. Entscheidend sind:

Typische Kostenbilder (Stand grob, variiert nach Edition und Staffelungen):

Wichtige Frage: Wo entsteht der größte Mehrwert in den nächsten 12–24 Monaten?

Typische Einsatzszenarien: In welchen Fällen passt welches System besser?

Um es greifbarer zu machen, hier drei typische B2B-Szenarien aus dem Mittelstand:

Szenario 1: Klassischer Projektvertrieb (Anlagenbau, technische Dienstleistungen)

Tendenz: Pipedrive ist hier oft die bessere Wahl. Wichtig sind eine saubere Pipeline, konsequente Aktivitätensteuerung und klare Verantwortlichkeiten – weniger eine hochautomatisierte Lead-Maschine.

Szenario 2: Skalierbares B2B-Produkt mit starkem Inbound-Potenzial (Software, standardisierte Services)

Tendenz: HubSpot spielt hier seine Stärken aus. Leadgenerierung, Lead-Nurturing und Sales-Automation aus einer Plattform können einen deutlichen Wachstumsschub erzeugen – vorausgesetzt, Marketing-Ressourcen und Content-Strategie sind vorhanden.

Szenario 3: Gewachsener Mittelstand mit Insellandschaft (ERP, separates Newsletter-Tool, Excel-Listen)

In solchen Fällen kann ein schrittweiser Ansatz sinnvoll sein:

Für Unternehmen mit klarer Transformationsbereitschaft und Budget kann aber auch direkt HubSpot sinnvoll sein – dann sollte das Projekt allerdings professionell gemanagt und durch externe Expertise begleitet werden.

Entscheidungs-Matrix: HubSpot oder Pipedrive? 8 Kernfragen

Nutzen Sie die folgenden Fragen als pragmatische Entscheidungs-Matrix:

Checkliste: So vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen beim CRM

Unabhängig davon, ob es am Ende HubSpot oder Pipedrive wird – diese Checkliste sollten Sie vor jeder CRM-Entscheidung durchgehen:

Fazit: Welcher Ansatz lohnt sich wirklich für mittelständische B2B-Unternehmen?

Wenn ich CRM-Projekte im Mittelstand rückblickend betrachte, sehe ich ein Muster:

Oder anders formuliert:

Statt endloser Tool-Vergleiche empfehle ich meinen Mandanten daher meist folgenden Fahrplan:

Am Ende ist „HubSpot vs. Pipedrive“ weniger eine Frage des besseren Tools als eine Frage Ihrer Wachstumsstrategie, Prozessreife und Ressourcen. Wenn diese drei Punkte klar sind, fällt die Entscheidung meist überraschend leicht – und das CRM wird zu dem, was es sein soll: ein Hebel für messbares Wachstum statt ein weiteres IT-Projekt.

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